„Training intuitiv“

Unser-Blog 06.05.21

„Was, jetzt noch Training…der Tag war sooo stressig, boah null Bock!“

Aber nützt nix, hier ist durchziehen angesagt… also doch trainieren, meinen Trainingspartner nicht enttäuschen, meine Ziele nicht aus den Augen verlieren, durchbeißen, was mich nicht tötet macht mich nur härter… usw?!“ Schließlich leben wir ja in einer Leistungsgesellschaft und Leistung wird doch immer honoriert, ob auf Arbeit, zu Hause oder eben ganz privat in Form unseres super Fitnesslevels oder unseres durchtrainierten Bodys?!?!?

Mittlerweile kennen wir doch einige Sportler und Kunden, uns selbst miteingeschlossen, die ein echt schlechtes Gewissen bekommen, wenn sie mal ein Training oder einen Kurs ausfallen lassen. Wir glauben dann das das einfach Fehlzeiten ohne Einsatz und Leistung und dementsprechend auch ohne Ergebnisse wären. Aber warum haben wir manchmal nach einem stressigen Tag keinen Bock auf Training? Ist unser Energielevel am Boden? Haben wir keinen ausreichend erholsamen Schlaf? Will uns unser Körper sagen das er mal eine Pause braucht? Ich persönlich glaube ja, wir sollten genau an so einem Tag auch mal eine Pause machen, in uns rein spüren, versuchen loszulassen und ja vielleicht auch mal einfach abzuhängen. Das kann alleine, mit Freunden, bei einem Waldspaziergang, einem guten Buch oder Film oder was uns auch immer da gerade gefallen würde, passieren. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass eine gute Strategie der Regeneration mindestens genauso wichtig ist, wie das Training selbst. Das der heutige Mensch innerhalb seines recht unnatürlichen Tagesablaufes leider verlernt hat auf seine Instinkte, Gefühle und körperlichen Reaktionen zu hören ist ja mittlerweile bekannt. Dieses Thema wird aktuell sehr oft publiziert und ist schon fast zu einem Klischee geworden.

Dennoch können wir hier gegensteuern und versuchen unsere Trainingsroutine intuitiver zu gestalten. Beispiele:

Habe ich schon beim Aufwärmen am „schweren“ Schulter-Trainingstag leichte Schulterprobleme höre ich einfach auf meinen Körper, reduziere die Gewichte, schraube das Trainingstempo etwas runter und achte auf schmerzfreie Abläufe.

Beginne ich mit dem Joggen auf dem Laufband oder in der Natur und merke bereits in der Erwärmungsphase das mein Puls höher geht als sonst und das „Lustlevel“ auch nicht gerade überschäumt nehme ich einfach Tempo raus, konzentriere mich mal mehr auf meine Lauftechnik und kombiniere langsame Walkingeinheiten dazu, anstatt stur nach Plan und entgegen meinen Körperzeichen meine Strecke durchzuziehen.

Klar, es ist möglich uns durch hohe Trainingsbeanspruchung, bis zum Übertraining, besser zu machen – zumeist jedoch nur kurzfristig und leider oft auf ungesunde Art und Weise. Doch vergessen wir dabei nicht, dass jeder Trainingsreiz auch nach Erholung und Regeneration verlangt. Lernen wir wieder auf unseren Körper zu hören, seine Zeichen zu lesen und unser Training, ganz intuitiv, danach zu gestalten!

 

Mein „Senf“ dazu:

-heute von Philipp-

 

Es gibt gute Tage an denen man Bäume ausreißen könnte und es gibt schlechte Tage, da würde man gerne alles links liegen lassen und auf alles „scheißen“. Konzentriere dich mehr auf deine guten Tage und nutze sie vor allem! Gib gerade an den Tagen, an denen du dich sehr gut fühlst, richtig Gas. Steigere deine Gewichte, dreh die Mukke voll auf und lass mal richtig die Sau raus! Falls du mit Trainingspartner trainierst, einfach mal gegenseitig anschreien und euch somit motivieren. Jeder gute Tag wird dich um ein großes Stück in deinem Training weiterbringen.

Tipp: Lass deine Trainingspause nicht all zu lang werden, früher oder später hat dein Schweinehund wieder das Sagen und du wirst viele Ausreden finden warum du kein Sport treiben willst. Pause ist wichtig, doch die Sau rauszulassen und alles hinter sich zu lassen ist noch wichtiger.